Gầy & Mập

Bald beginnen die Feiertage – das ist traditionell die Zeit, in der viele vietnamesische Eltern erstmal die Körper ihrer Kinder beleidigen: zu dick, zu dünn, zu viele Pickel. Man kann es einfach nicht richtig machen. Im Podcast sprechen wir darüber, wie man damit umgehen kann und was wir selbst getan haben, um Selbstwertgefühl aufzubauen. Bei #FrageAnAsiaten diskutieren wir das Verhältnis von Individualismus und Kollektivismus.

Meet & Greet

Außerdem freuen wir uns, wenn ihr mit uns beiden und unseren Familien „The Farewell“ im City Kino in München schaut, am 22. Dezember um 12 Uhr (Facebook-Event)

Tolles Video mit Jameela Jamil über Body Neutrality
Diaspor.Asia-Folge über toxische Familien, v.a. über die Feiertage

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39 Tote

Wir trauern. Am 23. Oktober sind 39 Menschen tot in einem Lastwagen im englischen Ort Grays entdeckt worden. Zuerst hieß es, die Opfer seien Chinesen. Inzwischen ist klar: Sie waren alle vietnamesische Staatsangehörige. Gestorben bei dem Versuch, in Großbritannien arbeiten zu können und Geld für ihre Familien zu verdienen.

Vietnams Wirtschaft hat zwar eine der schnellsten Wachstumsraten weltweit – letztes Jahr waren es 7,1%. Die Alphabetisierungsrate liegt bei knapp 95%. Doch vom Aufschwung merken die Menschen in den ärmeren Provinzen wenig. Viele verlassen deshalb das Land unter prekären Umständen und riskieren, Opfer von Menschenhandel zu werden – oder auf ihren gefährlichen Fluchtwegen zu sterben.

In dieser Folge versuchen wir, einen Raum dafür zu schaffen, um uns auszutauschen: Wie geht es uns mit solchen Nachrichten? Wie können wir zu Armutsmigration und Schlepperei stehen, und was können oder sollen wir tun?

Mitarbeit: Linh Tran

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Boatpeople

Unsere Eltern waren als Vertragsarbeiterinnen nach Europa gekommen. Die erste größere Migrationsbewegung aus Vietnam waren aber die sogenannten Boat People – also vor allem Südvietnamesinnen, die nach dem Krieg 1975 mit Booten aufs offene Meer geflüchtet sind. Wir lassen in dieser Folge drei Überlebende erzählen: Nguyễn Anh Tuấn, Trần Văn Huyền und seine Frau Trần Thị Lệ Hương. Außerdem sprechen wir mit der Cap-Anamur-Mitbegründerin Christel Neudeck und erzählen von unseren Begegnungen mit den Hinterbliebenen des Brandanschlags von 1980, bei dem die ehemaligen Boat People Nguyễn Ngọc Châu und Đỗ Anh Lân starben.

Triggerwarnung: In dieser Folge kommen explizit physische Gewalt, sexualisierte Gewalt vor, auch Traumata werden thematisiert.


Unsere Storytelling-Episode über die vietnamesischen Boatpeople hat viele Hörer*innen sehr berührt. Aber: Viele viele Betroffene und ältere Vietnames*innen konnten sie sich nicht anhören, weil die Folge auf Deutsch war.

Deshalb haben wir sie jetzt auf Vietnamesisch eingesprochen und produziert.

🇻🇳 BONUSFOLGE AUF VIETNAMESISCH
TẬP ĐẶC BIỆT TIẾNG VIỆT 🇻🇳

Cha mẹ chúng mình đã đến châu Âu với tư cách là công nhân hợp tác lao động. Tuy nhiên, dòng di cư lớn đầu tiên từ Việt Nam là những người được gọi là thuyền nhân – chủ yếu là người miền Nam vượt biên qua đường biển sau cuộc chiến năm 1975. Trong tập này chúng ta có ba người sống sót kể lại câu chuyện của họ, đó là Nguyễn Anh Tuấn, Trần Văn Huyền và vợ Trần Thị Lệ Hương. Chúng tôi đã có cuộc nói chuyện với bà Christel Neudeck, người đồng sáng lập Cap-Anamur và ngoài ra chúng tôi sẽ kể lại về buổi gặp gỡ với thân nhân của người bị hại trong cuộc tấn công tàn khốc năm 1980 – Nguyễn Ngọc Châu và Đỗ Anh Lân.

Coverfoto: Jürgen Escher/Cap Anamur

MEHR ZUM THEMA

SPIEGEL-Artikel über die Zustände auf dem Flüchtlingsschiff „Hai Hong“ vor Malaysia, 1978

SPIEGEL-Artikel über die umstrittene Verteilung der Boat People, 1981

Rekonstruktion des Brandanschlags in Hamburg 1980, von Vanessa Vu

Initiative Halskestraße

Interview mit Christel Neudeck, von Vanessa Vu

DLF-Beitrag über 40 Jahre Cap Anamur, von Minh Thu Tran

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Gaysian

Vorhang auf für Nguyen Thi Hong Anh und Dang Chan Vinh! Die beiden sind Vietdeutsche und leben offen lesbisch bzw. schwul. In der Folge sprechen sie über ihr Coming Out, schwierige Kommunikation mit der Familie und unterschiedliche Erfahrungen in Deutschland und Vietnam. Außerdem verraten sie uns, welche Wörter sie damals gern gekannt hätten und wer ihre liebsten LGBTI* in der vietnamesischen Popkultur sind.

Coverfoto: Jürgen Escher/Cap Anamur

Glossar

Đồng tính namschwul
Đồng tính nữlesbisch
Thế giới thứ 3drittes Geschlecht
congqueer
thẳngstraight
bóngeigentlich glänzend, aber auch abwertend für schwule oder queere Menschen
bê đê (auch pê-đê)Abkürzung für „pädophil“, abgeleitet aus dem Französischen. Beleidigung für schwule Menschen, wird aber manchmal als Selbstbezeichnung verwendet.

Filme & Serien

  • Thưa Mẹ Con Đi„: neuer vietnamesischer Film über eine schwule Viet und Viet Kieu Beziehung
  • Chơi Vơi (Adrift)“
  • The Third Wife„: Hat in Vietnam viel Aufmerksamkeit bekommen, weil er nach einer Woche aus dem Kino genommen wurde.
  • Yêu„: DER Mainstream Film für die lesbische Community in Vietnam; die Schauspieler Chi Phu und Gil Lê sind auch wirklich zusammen
  • Loto„: Ein lustiger, aber auch emotionaler Film über Transgender, die auf Märkten in vietnamesischen Dörfern Bingo-Spiele veranstalten (lô tô).
  • Saigon, Anh Yeu Em„: Eine Hommage an Ho Chi Minh City wie auch „Paris, t’aime“ oder „New York, I love you“. Eine der Kurzgeschichten handelt von der Liebe zwei junger schwuler Männer
  • Come Out – Bươc rà ánh sáng„: TV-Show mit Khanh Chi und Minh Tuan. In ihrer Show laden sie LGBTIQ ein und sprechen z.T. emotional und ungezwungen über verschiedene Themen, wie Coming Out, Familie und frühere/aktuelle Beziehungen
  • Love Is Blind„: Blind-Dating-Show von DustinOnTheGo aka MC
  • Người Ấy Là Ai?„: Dating-Show
  • Queer Asia Vietnam„: Dreiteilige Doku
  • Chuyển Bổng Ngô„: Video Essay über internationales queeres Kino (auf Vietnamesisch mit Englischen Untertiteln)

Musik

  • Tuimi: Interview zu ihrem Coming-Out
  • Vũ Cát Tương: Sie macht V-Pop und die LGBT-Szene feiert sie sehr, allerdings ist sie nicht öffentlich geoutet.
  • Tiên Tiên: Macht auch V-Pop und ist wie Vũ Cát Tương nicht geoutet. In der queeren Community wissen aber immer alle sofort, wenn sie eine neue Freundin hat ;). Richtig gutes Duett mit Suboi
  • Noo Phuoc Thinh: V-Pop Musiker, in der Öffentlichkeit tritt er als „hetero“ auf, aber eigentlich wissen die meisten, dass er schwul ist.

Weitere Tipps

  • Streaming-Plattform für asiatische LGBTIQ-Inhalte
  • Roman: „Auf Erden sind wir kurz grandios“ von Ocean Vuong
  • Fotografie: „Pink Choice“ von Maika Elan
  • Vorbild: Huong Giang ist Model, MC und Sängerin. Sie gewann in Thailand den International Transgender Beauty Contest
  • Haltet die Augen offen für „Saigon Kiss“, den Film von Hong Anh. Die Hauptrolle spielt Nguyên Vũ Trúc Như, die man vom vietnamesischen Bachelor kennt.

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Mental Health II

In Folge 16 hatten wir mit der Psychologin Main Huong Nguyen über psychische Belastungen in der ersten Generation gesprochen, also unserer Elterngeneration. Nun widmen wir uns der zweiten Generation: Was hilft gegen Leistungsdruck und Minderwertigkeitskomplexe, wie können Freund*innen unterstützen, wie kann man mit den Eltern über Depressionen reden? Und: Kann man Leid und Traumata auch über Generationen hinweg weitergeben – falls ja, wie käme man da raus?

Redaktionelle Mitarbeit: Linh Tran

Glossar

bị điênverrückt werden/verrückt sein
đời khổein hartes/entbehrungsreiches Leben
nghiện rượuAlkoholsucht
tâm lýpsychologisch
tâm thầnpsychiatrisch
trầm cảmDepression
bị stressgestresst sein
kiệt sứcBurnout
nhức đầuKopfschmerzen
cảm xúcGefühle
thuốc bắc/ thuốc namTraditionelle vietnamesische Medizin
con rất là lo về ba, mẹich mache mir große Sorgen um euch, Mama und Papa
bệnh này có thể điều trị đượcFür diese Erkrankung kann man in Behandlung gehen

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„Vossis“ – Viets im Osten – Live vom Kosmonaut in Chemnitz

Unsere zweite Livefolge ist da! Diesmal waren wir auf dem Kosmonaut-Festival in Chemnitz. Unser Gast: Die freie Journalistin, Speakerin und Moderatorin Nhi Le. Nhi ist in Thüringen aufgewachsen und lebt heute in Leipzig. Mit ihr haben wir über Viets in Ostdeutschland gesprochen, oder wie wir sie liebevoll getauft haben: Vossis.

Denn Viets sind vor allem eine ostdeutsche Minderheit: Von den insgesamt 168.000 Menschen mit vietnamesischem Migrationshintergrund leben heute (anteilig an der Bevölkerungszahl) deutlich mehr in den Neuen Bundesländern. Wie ist es, als Viet im Osten aufzuwachsen, wie gehen Vossis mit dem zunehmend offenen Rassismus um? Wir blicken auch auf die anstehenden Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg.

Disclaimer: Die Soundqualität ist vor allem am Anfang nicht gut. Wir schreien gegen Livemusik an und unsere Mikros sind leider übersteuert. Aber in der Mitte wird es deutlich besser.

PS: Vanessa hat sich auch in ihrer Arbeit bei ZEIT ONLINE mit Viets im Osten beschäftigt.
Den Artikel könnt ihr hier nachlesen.

„Zum Mitnehmen, bitte“ – Live-Podcast auf dem PULS Open Air 2019

Wir haben das erste Mal vor Publikum eine Folge aufgenommen, und zwar auf dem Musikfestival „PULS Open Air“, in der Nähe unserer alten Heimatstadt München. Dafür haben wir einen Satz uminterpretiert, der uns schon unser Leben lang begleitet: „Zum Mitnehmen, bitte!“

Statt Essen gibt es zehn Wünsche an Nicht-Asiat*innen. Sie reichen von respektvoller Namens-Aussprache über gute Komplimente bis hin zu Erste-Hilfe-Tipps bei rassistischen Vorfällen.

Alle Tipps zum Nachlesen

1. Zum Kennenlernen reicht ein nettes Hallo, bitte kein Nihao/Konichiwa, und keine Frage nach der „wirklichen“ Herkunft. Wenn wir dich mögen, erzählen wir von selbst.

2. Wir können es nicht oft genug sagen: Schreib unsere Namen richtig! Überprüfe zur Not doppelt und dreifach. Wir freuen uns außerdem, wenn du die Aussprache akzeptierst, die wir dir anbieten.

3. Der Weg in unser Herz ist unser Essen! Frag uns gern nach unserem Lieblingsessen, lade uns zum Essen ein. Und plane gern nette Getränke/Aktivitäten ohne Alkohol ein. Manche von uns trinken nicht, Asian Flush und so.

4. Mach uns auch mal Komplimente, die nichts mit unserer Leistung zu tun haben – das verschärft unseren anerzogenen Leistungsdruck. Wie wär’s mit lieben Worten zu unseren Träumen, Gefühlen und Zielen?

5. Keine falsche Scheu: Unsere Eltern freuen sich, wenn du mit ihnen sprichst und du sie integrierst. Wenn ihr Deutsch nicht so gut ist, dann nutze einfachere Wörter und kürzere Sätze. Werde bitte nicht lauter.

6. Witze zu „Schlitzaugen“ und Fake-Akzente finden wir eher verletzend als lustig. Lass es einfach.

7. Wenn du Rassismus beobachtest: Konfrontiere die Aggressor*innen. Frage, was du für uns tun kannst. Schaffe einen Raum, in dem wir uns sicher fühlen, über unsere Verletzungen zu sprechen.

8. Wir rechnen es dir sehr hoch an, wenn du dich selbstkritisch mit Rassismus und mit Rassismus gegen asiatische Deutsche beschäftigst. Das Internet ist voll von Ressourcen dafür, einfach selbst googeln.

9. Spiele keine Minderheiten gegeneinander aus („Asiaten sind besser integriert als xy“). Wir wollen nicht als Gegenbeispiel herhalten für rassistische Annahmen gegenüber anderen Gruppen.

10. Bedenke unsere Vielfalt: Allein Vietnam hat sehr unterschiedliche Regionen, Kulturen, Sprachen, Religionen und Migrationsbewegungen nach Deutschland. Asien ist noch größer und diverser.

Mental Health I

Über psychische Belastungen zu reden fällt vielen Vietdeutschen nicht leicht: Erkrankte werden schnell als Verrückte abgestempelt, und viele haben nie gelernt, ihre eigenen Bedürfnisse in den Mittelpunkt zu stellen. Wir sprechen in dieser Folge mit der Psychologin Main Huong Nguyen. Sie arbeitet seit über drei Jahren in einer Spezialambulanz für vietnamesische Menschen an der Charité in Berlin.

Wir hatten euch gebeten, Fragen an Main Huong zu schicken – und es kamen so viele zurück, dass wir gleich zwei Folgen mit ihr aufgenommen haben.

Im ersten Teil befassen wir uns vor allem mit der Elterngeneration: Was belastet sie, wie äußert sich das, ab wann ist eine Therapie sinnvoll und wie können wir das liebevoll ansprechen?

Glossar

bị điênverrückt werden/verrückt sein
đời khổein hartes/entbehrungsreiches Leben
nghiện rượuAlkoholsucht
tâm lý psychologisch
tâm thầnpsychiatrisch
trầm cảmDepression
bị stressgestresst sein
kiệt sứcBurnout
nhức đầuKopfschmerzen
cảm xúcGefühle
thuốc bắc/ thuốc namTraditionelle vietnamesische Medizin
con rất là lo về ba, mẹ ich mache mir große Sorgen um euch, Mama und Papa
bệnh này có thể điều trị đượcFür diese Erkrankung kann man in Behandlung gehen

Bubble Tea

Ab 2011 eröffnete in Deutschland ein Bubble-Tea-Laden nach dem anderen, vor allem in großen Städten entstanden damit lauter Hotspots ostasiatischer Popkultur. Sogar McDonald’s verkaufte zeitweise Bubble Tea. 2012 war der Hype aber wieder vorbei, die Läden verschwanden so schnell wie sie gekommen waren. Wir rekonstruieren den Niedergang und lassen Thuy erzählen, wie es war, ihren Bubble-Tea-Laden in Ulm schließen zu müssen.

Außerdem haben wir ein neues Team-Mitglied: Linh Tran. Für die Folge haben wir sie zu einem Bubble-Tea-Laden geschickt, um dort mit Fans des Getränks zu sprechen. #FrageAnAsiaten: Ist es in Asien verpönt, Nein zu sagen?

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Yellowfacing

Weißen Menschen scheint es besonders viel Spaß zu machen, sich gelb anzumalen und als „Chinesen“ zu verkleiden: An Fasching bzw. Karneval, im Theater und im Film. Warum bloß? In Folge 14 gehen wir der Frage nach, ergründen unsere Haltung zum sogenannten Yellowfacing und diskutieren Strategien im Umgang damit. Mit dabei: der Hamburger Theatermacher Dan Thy Nguyen („Sonnenblumenhaus“). Zum Thema passende #FrageAnAsiaten: Wie finden wir Mulan-Kostüme?

Links zum Chinesenfasching

Interview mit watson.de und uns

Vice-Reportage von Marvin Xin Ku

Videobeitrag des Bayerischen Rundfunks in der Serie „Dahoam is Dahoam“

Mehr zu Yellowfacing

Missy-Interview mit Olivia Hyunsin Kim über asiatisch-deutsche Repräsentation und Diversifizierung im Kulturbetrieb

BR-Beitrag zu Yellowfacing in Hollywood von Malcolm Ohanwe

Teenvogue über die Geschichte des Yellowfacing

Besprochene Theaterstücke

“Han(s) im Glück” im Monbijou-Theater, Berlin

“Am Königsweg” im Schauspiel Frankfurt

“atlas” im Schauspielhaus Leipzig

Danke

Lin Hierse, Volontärin bei der taz (hier ein Interview von Lin mit uns über uns)

Olivia Hyunsin Kim, Choreografin (aktuell „Yellow Banana“ in Sophiensaele)

Thomas Köck & Katja Herlemann vom Schauspielhaus Leipzig für die Hintergründe zum Theaterstück „atlas“

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